Agnes backt Törtchen

Apfeltörtchen

(16 Stück für 4 Personen)

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Teig:

  • 250 g Weizen, frisch gemahlen
  • 1/4 TL Salz
  • 25 g flüssiger Honig
  • 10 g Sonnenblumenöl
  • 115 g Wasser

Alle Zutaten mit dem Handrührgerät zu einem festen Teig mixen. Diesen in 16 gleich grosse Stücke teilen und jedes zu einer Kugel formen. Jede Kugel auf der mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche zu einem sehr dünnen Kreis ausrollen.
16 Förmchen (Durchmesser Boden: 8 cm, Rand: 10 cm)  mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestreuen und mit Teig belegen.
Die Förmchen auf zwei Backbleche setzen und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Umluft 12 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Der Teig ist sehr knusprig!

Creme für den Belag:

  • 120 g Mais, frisch gemahlen
  • 80 g Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • 180 g Honig
  • 500 g Wasser

Alle Zutaten im Vitamix so lange mixen, bis die Masse stockt, auskühlen lassen.

  • 750 g säuerliche Äpfel
  • Saft einer Zitrone, 35 g
  • 550 g Mais-Mandelcreme

Die Äpfel an der Röstiraffel reiben und mit dem Zitronensaft vermischen. Die Creme zufügen, verrühren und auf den Teigböden verteilen und mit Traube, anderen Früchten oder Beeren dekorieren.

Suelwie backt: Hugo

Für dieses Gebäck wird ein Ansatz benötigt, der kommt zuerst – dann das Rezept, um das es heute geht. Es ist die vollwertige Variante für einen “Hermann” – der eine oder andere kennt den vielleicht.

Hugo (vollwertiger Hermann)

Meine Tochter hatte eine Zeitlang darum gebettelt, mal wieder einen Hermann zu machen. Ich war sehr abgeneigt – tonnenweise Milch, Zucker und Auszugsmehl … Schließlich machte ich mich im Internet auf die Suche nach einem vollwertigen Rezept, fand aber keins. Da blieb also nur der Selbsttest! Mit frisch gemahlenem Mehl, Honig und Wasser funktioniert es nach meinem Empfinden prima. Als Starter beim zweiten Versuch kam noch ein Teelöffel meines normalen Sauerteiges hinein, aber ein halbes Tütchen Trockenhefe (erster Versuch) tut es auch.
Nun meinte meine Tochter, dieser vollwertige Hermann sei ja etwas Neues und brauche somit auch einen neuen Namen. Sie taufte ihn HUGO.
Da ich keinen Grund sah, fünf Teile Hugo zu züchten, wie man das von den Hermanns kennt, kommen bei meinem nur zwei handliche Teile heraus – einer zum Weiterpflegen und einer zum Verbasteln.

Ansatz:

  • 100 g Dinkel oder Weizen fein in eine Plastikschüssel mahlen. Mit
  • 1 TL Sauerteigansatz
  • 1 EL Honig und
    100 g Wasser verrühren. Die Schüssel mit einem Deckel verschließen und den Hugo bei Zimmertemperatur zwei Tage ruhen lassen, dabei ca. alle 12 Stunden umrühren. Anschließend kommt der Hugo für 24 Stunden in den Kühlschrank. Dann ist der Ansatz fertig.

Pflege des Hugo (man erhält am Ende zwei Teile):

Tag 1 bis 4 und 6 bis 9:
Zweimal täglich rühren (nur Holz- oder Plastiklöffel verwenden; allerdings konnte ich nach versehentlichem Benutzen eines Metalllöffels in den nächsten Tagen am Hugo keine „krankhaften Veränderungen“ entdecken. Ist der böse Metalllöffel nur ein Ammenmärchen …? Aber es schadet ja nichts, bei Holz zu bleiben …).
Den Hugo während dieser Zeit, falls es zu warm ist, im Kühlschrank aufbewahren. Irgendwo las ich, dass bei zu großer Wärme die Milchsäuregärung in Essigsäuregärung umkippen kann.

Tage 5 und 10:
Hugo jeweils mit
50 g Honig
50 g Wasser und
50 g Dinkel oder Weizen, fein gemahlen, füttern; gründlich verrühren. Am Tag 10 Hugo in zwei Hälften teilen (je ca. 225 g) und eine Hälfte weiterpflegen, die andere verbacken.
Ich benutze einfach soviel Hugo, wie für das jeweilige Rezept nötig ist, den Rest pflege ich weiter.
Der Hugo wird recht flüssig. Ich weiß nicht mehr genau, wie der Original-Hermann von der Konsistenz her war. Allerdings scheint es mir für die Weiterverarbeitung nicht allzu wichtig zu sein, jedenfalls gelingen mir die Rezepte mit meinem Hugo immer.

Hugos Zopf

Hugos Zopf 4

  • 630 g Weizen fein mahlen.
  • ½ Würfel Hefe in
  • 200 g Cashewmilch (s. unten) auflösen. Mit
  • 70 g Honig
  • 5 g Salz
  • 200 g Hugo-Teig
  • 200 g Stützcreme (s. unten) und
  • 50 g Nussfettcreme (s. hier – Ich hatte Mandeln statt Macadaminüsse verwendet; lässt sich auch relativ gut in einem „normalen“ Standmixer herstellen.)

Alles zum Mehl geben und von Hand oder in der Maschine kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Wenn nötig noch etwas Mehl hinzugeben, besonders, wenn Dinkel verwendet wird. Anschließend Teig (evtl. mit Hilfe von Streumehl) zu einer Kugel unter Spannung formen (klebt ein bisschen); in der Schüssel – von Plastiktüte und Geschirrtuch umhüllt – 1 bis 2 Stunden ruhen lassen, bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat (bei mir reicht 1 Stunde).
Nach dem Gehen kräftig durchkneten, in drei gleich schwere Stücke teilen (wiegen – je ca. 460 g). Rollen formen, dabei etappenweise vorgehen: Immer etwas rollen, beiseite legen, die nächste rollen usw. – etwa drei- bis fünfmal. So behalten sie ihre Länge und ziehen sich nicht wieder zusammen (hab ich in einem von Utes Baguette-Rezepten gelernt :-) ).
Auf einer Dauerbackfolie zu einem Zopf flechten (die drei Stränge nebeneinander legen, die oberen Enden aufeinander (unten den linken, dann den rechten, den mittleren oben drauf), mit dem linken Strang zu flechten beginnen), Zopf auf der Folie auf ein Backblech befördern, mit Wasser einsprühen,

 

Hugos Zopf 1

mit – wenn vorhanden – reichlich Sesam und Schwarzkümmel bestreuen und das Blech in eine ausreichend große Tüte stecken. 20 bis 30 Minuten gehen lassen, bis der Zopf deutlich größer geworden ist.

Hugos Zopf 2

Während der letzten 10 Minuten Ofen auf Ober- und Unterhitze 230 bis 250 °C (je nach Ofen) vorheizen, in den Ofen eine Schale mit kochendem Wasser stellen.
Das Blech in den Ofen schieben, nochmals kräftig sprühen und den Zopf bei 200 °C 20 bis 30 Minuten backen, bis er goldgelb ist. Nach dem Backen nochmals besprühen.

Hugos Zopf 3

Cashewmilch:

  • 30 g Cashewnüsse mit
  • 200 g Wasser und
  • 1 EL Sonnenblumenöl in einem kleinen Mixer eine Minute mixen. Wird etwas zu viel; den Rest einfach trinken. Lecker.

Utes „Stützcreme aromatisiert“: Im Vitamix stocken lassen:

  • 50 g Naturreis (Rundkorn)
  • 100 g Cashewnüsse
  • 4 g getrocknete Zitronenschale (oder 12 g frische)
  • 50 g Honig
  • 350 g Wasser

(Ohne Vitamix: Reis in der Mühle, Cashewkerne und Zitronenschale im Minimixer fein mahlen, alles im Kochtopf gründlich verrühren und unter Rühren aufkochen lassen, bis es gestockt ist.)

 

Suelwie kocht Schmorgurken

Agnes hatte zwei Wochen Urlaub genommen – dreist, gell? ;-) Netterweise hat Suelwie sich bereit erklärt, zwei Montage zu übernehmen. Und so gibt es heute und nächste Woche richtig Spannung! Danke, Suelwie für deine spontane Bereitschaft!


Schmorgurken-Nudeln mit Dill

Schmorgurken-Nudeln mit Dill 1

Mit einem Salat vorweg könnte es auch für drei Personen ausreichend sein. Für meine Tochter und mich war es etwas zuviel (sie isst wenig, ich hatte noch Salat).

Zwei Portionen:

  • 150 g Dinkelvollkornnudeln
  • 235 g Gurke (in dünne Scheiben geschnitten)
  • 500 g Wasser (war zuviel, 400 g könnten auch reichen) als Gemüsepfanne 12 Minuten dünsten (Deckel auflegen, auf Höchststufe aufkochen, wenn Dampf austritt, herunterschalten und auf niedrigster Stufe garen). Die Nudeln waren sehr weich, 10 Minuten sind wahrscheinlich auch genug; die Gurken selber brauchen ja eigentlich so gut wie gar keine Zeit. Inzwischen
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Sonnenblumenöl
  • 1 1/2 TL Kräutersalz (selbst gemacht)
  • 130 g Wasser im Magic gut verquirlen, in die Pfanne gießen, Becher mit weiteren
  • 20 g Wasser ausspülen und in die Pfanne leeren, alles verrühren und aufkochen lassen. Mit
  • 12 g frischem Dill, inkl. der Stängel kleingeschnitten, bestreuen und servieren.

Die Sauce war ziemlich dünn, weniger Wasser könnte da helfen, aber wirklich gestört hat es uns nicht.

Guten Appetit!

Agnes kocht: Gemüse mit Nudeln

Gemüse mit Nudeln und Petersiliensauce

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(für 4 Personen)

Nudelteig:

  • 500 g Dinkel, fein gemahlen
  • 250 g Wasser

Dinkelmehl und Wasser zusammen mischen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Diesen in einer Schüssel zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Den Teig dünn auswallen und zu Nudeln schneiden. Ich habe das mit der Nudelmaschine von Atlas gemacht.
In einem Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln darin zwei Minuten weich kochen.

Gemüse:

  • 350 g Fenchel, netto, in kleine Würfel geschnitten
  • 300 g Karotten, in kleine Würfel geschnitten
  • 100 g Wasser
  • 1 TL Salz

Alle Zutaten in einen Topf geben und als Gemüsepfanne 10 Minuten dünsten. (Deckel auf den Topf legen und den Inhalt auf Höchststufe zum Kochen bringen. Wenn Dampf unter dem Deckel entweicht, Hitze auf kleinste Einstellung reduzieren und das Gemüse bei geschlossenem Deckel dünsten.) Salz zufügen und vermischen.

Sauce:

  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 25 g Mandeln, ungeschält
  • 20 g Petersilie
  • 20 g Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüss
  • 1 Knoblauchzehe, geschält
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 200 g Wasser

Alle Zutaten in den Vitamix-Becher geben und zu einer homogenen Sauce mixen und über das Gemüse geben.

Alles neu

Guten Morgen,

über Nacht ist es in mir gereift – die Septemberaktion wird die letzte sein. Danach gibt es hier noch Agnes’ Rezepte, ab und an ein altes Video oder auch ein paar Tipps.

Dafür – so fand ich – war eine schöne neue Optik erforderlich. Ich hoffe, sie gefällt euch.

Agnes backt Brot

Kichererbsen-Kartoffel-Brot

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  • 500 g Dinkel, fein gemahlen
  • 200 g Kartoffeln, roh
  • 100 g Kichererbsen, 12 Stunden eingeweicht (=200 g)
  • 250 g Wasser
  • 40 g frische Bio-Hefe
  • 1 EL Salz, knapp gestrichen

Die Kartoffeln und die eingeweichten Kichererbsen an der Bircherraffel (Trommel-Handraffel, oder eine andere geeignete Küchenmaschine) reiben und zusammen mit dem Mehl  und dem Salz in eine Schüssel geben. Die Hefe im Wasser auflösen und zum Mehl giessen. Alle Zutaten mit der Knetmaschine 8 Minuten lang kneten.
Den Teig in der Schüssel zugedeckt eine Stunde gehen lassen. Danach nochmals gut durchkneten und in zwei Stücke teilen. Aus jedem Stück ein längliches Brot formen und in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben.  Oberseite mit einem Messer einschneiden, mit Wasser besprühen und im vorgeheizten Ofen bei 220 Grad Ober- und Unterhitze 40 Minuten backen. Anschliessend die zwei Brote auf ein Gitter geben, nochmals mit Wasser besprühen und auskühlen lassen.
Ich habe dieses Brot auch mit gekochten und durch die Kartoffelpresse gedrückten Kartoffeln gebacken. Das Ergebnis war auch sehr gut, doch ich finde, dass sich der Aufwand nicht lohnt, denn der Geschmacksunterschied ist gering.